Donnerstag, 17. September 2009

Rundreise über America

Liebe Wilhelmina,

heute möchte ich Dir mal über den "6.-Mann" im Haus berichten. Er beschwert sich schon seit geraumer Zeit, dass er nie mit auf den Blog darf und hat schon einige Versuche unternommen sein Füße zum "Füßchen-Mittwoch" mit aufs Bild zu bekommen. Aber das muss nun wirklich nicht sein.

Also der "6.-Mann" ist der Vater meiner großen Tochter Johanna. In den letzten Jahren hatte er in den Niederlanden gewohnt und dort, wegen der Krise, die auch vor NL nicht halt gemacht hat, seine Arbeit verloren. Als er dann neue Arbeit hier in unserer Nähe in Aussicht hatte, klingelte es eines Tages an der Tür... und unsere Zeit mit dem "6.-Mann" begann. Mit der Arbeit hat es dann auch geklappt, nur die passende Wohnung fehlt noch.... Aber die ist ja auch schwer zu finden. Die aller Passendste im schönsten Haus in der Nachbarschaft ist leider anderweitig vergeben worden und genau die sollte es sein. Und jetzt was anderes nehmen? Ach nee, ... und überhaupt, wie soll man denn was finden, wenn man Nachts arbeitet und am Tag schläft und oft auch einige Tage am Stück weg ist?  Zum Glück versteht MANN sich und so kommt Zeit, kommt Rat, kommt Wohnung...

Am Wochenende gabs jedenfalls einen gemeinsamen Familien-Ausflug zum Bummeln nach Tilburg.

Der Weg dort hin führte uns zunächst nach America, wo wir in einem wunderschönen Blumenlädchen die ersten Einkäufe tätigten.



Danach gings weiter zu alten stillgelegten Gewächshäusern. Für die Gärtnerei arbeitete der "6.-Mann" in seinen ersten Jahren in Holland und wohnte in dem hübschen kleinen Häuschen mit dem schönen Namen "Tuinlust", das Du auf den Fotos sehen kannst. Durch das Fenster habe ich unser altes Sofa gesehen, dass dort geblieben war, da die nächste Wohnung nicht groß genug dafür war. Das Haus steht seither auch leer und verwildert schon ganz langsam.


Kurz zum plaudern hier vorbei gekommen und dabei ganz süße kleine Hundewelpen gezeigt bekommen. Vor lauter Verzückung leider vergessen von den Süßen ein Foto zu machen.


In Tilburg ist die Kamera dann auch wieder in der Tasche stecken geblieben, da wir wirklich von einem Schuhgeschäft ins Nächste gehüpft sind. Und haben wir welche gekauft? Nein, mein Großkind hat sich anschließend über die Größe ihrer Füße bei mir beschwert. Habe ich das so bestellt? Kann mich nicht darauf besinnen. Also beschwer Dich bitte bei Deinem Vater. Und als Kleinkind und ich wieder vor dem Geschäft standen, in dem wir was kaufen wollten, war´s zu. Wieder was gespart!

Anschließend noch auf einen Kaffee zu einem alten Arbeitskollegen, bei dem wir mit den Worten: "Das ist meine Familie" (natürlich incl.Adam und Evelina) vorgestellt wurden.




Mit diesen tollen Himmelsfotos verabschiede ich mich und sende viele liebe Grüße

Maria

Mittwoch, 16. September 2009

Der "Hubi-Micha"  war zu Besuch mit seinem "Erdenfahrzeug" und hat im Handumdrehen zwei neue Fans gewonnen...

Samstag, 12. September 2009

Und was macht man dann damit?

Liebe Wilhelmina,

am vergangenen Montag wurde unser Klein-Kind von beiden Elternteilen zur Vereinsprobe begleitet. Die Kostümvergabe stand an und so wollte ich lieber dabei sein, falls noch weitere Informationen und Anweisungen folgen würden. Das Wetter war herrlich und so versammelte sich die wartende Elternschaft auf dem nahegelegenen Spielplatz. Da ich nur ungern untätig herum sitzen wollte, nahm ich Wolle und Häkelnadel mit und fing an einen Fliegenpilz zu häkeln.

"Warum und wofür häkelst Du Pilze? Und überhaupt, was macht man dann damit?"

Das sind ja mal ne gute Frage.
Was ich damit mache kann ich ganz einfach beantworten. Den größten Teil habe ich bisher verschenkt. Was die Beschenkten damit machen entzieht sich dann aber meiner Kenntnis. Die übrig Geblieben und Neuangefangenen liegen oder hängen eben so rum. Klassische Staubfänger eben. Ich mag das. 
Die Frage nach dem Warum ist dann schon schwieriger. Der Pilz an sich hat zunächst einmal eine schöne Form. Das mag ich auch. Dazu ist er in überschaubarer Zeit für mich fertig zu stellen. Also kein Langfristprojekt, bei dem ich am Schluss noch 746,43-Periode Läppchen zusammen nähen muss, was ich dann eh nie im Leben mache. Davon habe ich noch einige im Schrank. So wie die rund 100 Läppchen für die Sofadecke à la House-Style, die dann im Original runtergesetzt war und ich sie dann einfach gekauft habe, anstelle meine Läppchen zusammen zu nähen... So bin ich eben. Da bleib´ich lieber beim Pilz. Dabei hat man aber dennoch das Gefühl etwas, und sei es auch noch so unnötig, Kreatives gemacht zu haben. Und das hatte ich bitter nötig neben der ewigen Wühlerei in Papierstapeln, Hausarbeit, Hausaufgabenbegleitung und allem was sonst noch erledigt werden will. Man ja will ja schließlich nicht nur einfach funktionieren, sondern auch mal ein klitzekleines bisschen kreativ sein. 
Erklär´ das mal auf dem Spielplatz!

Liebe Grüße

Deine Maria

Freitag, 11. September 2009

Schöne "Fliesen"

Liebe Anette,

es freut mich natürlich, dass Dir unsere "Fliesen" gefallen.
Ich wollte vor 3 Jahren unbedingt Zementfliesen haben.Da gab es nur ein paar Probleme.
Die Muster, die mir gefielen waren nur in 20x20 cm zu bekommen und das sieht dann auf der kleinen Fläche nicht gut aus und noch schlimmer, das Renovierungsbudget gab für teure Fliesen nichts mehr her. Also was tun? 
Mann in den Baumarkt schicken, passende MDF-Platte kaufen. Makulatur aufkleben lassen und einmal weiße Wandfarbe bitte. Passende Schablone in 10x10 cm aus fester Bürohülle zurecht schneiden. Wandfarbe mit grüner Abtönfarbe mischen. Ach Du schreck, zu viel weiß im Töpfchen und Abtönfarbe ist alle und ... Samstagabend. Man nehme ausrangierte Wassermalkästen der großen Tochter und quirle noch mehr grün hinzu. Hm, nicht ganz wie geplant aber jetzt will ich endlich loslegen. Und dann schablonieren, schablonieren, schablonieren, viele, viele Stunden lang für so rund 120 oder 130 "Fliesen". Anschließend noch mehrere Schichten Treppen- und Parkettlack.  
Dann kommt mein Mann wieder ins Spiel um das Ganze an die Wand zu bringen. Hält jetzt schon 2 1/2 Jahre, ist wasserfest, lappen- und schwammtauglich. Aber der Spritzschutz-Spiegel bleibt trotzdem.

Die Rouladen waren übrigens in Salbei und Speck gewickelte Putenfilets.

Und wann machen wir eine Tuppack-Party?

Liebe Grüße

Maria

Donnerstag, 10. September 2009

Spiegel-Banause

Liebe Tanja,

was sollen die Leute denn jetzt von mir denken, nachdem Du mir auch noch bestätigt hast, ein Banause zu sein?
Dass ich meinen, ebenfalls heiß geliebten, Super-Spiegel einfach so lieblos, mir-nichts-dir-nichts in die Küche an den Herd als Spritzschutz pfeffere?
Ohh nein! Ich habe ihn extra dafür gekauft!
Macht mich das jetzt noch banausiger?
Und weisst Du was, ich hab eben nochmal nachgelesen,
woher das Wort Banause eigentlich kommt.
Nämlich aus dem Griechischen und bedeutete " der am Ofen Arbeitende"!
Na, da war ich aber platt, habe ich doch alles richtig gemacht.

Der Spiegel-Banause stelle seinen Spiegel an den Ofen, koche und freue sich.

Und so sieht die Banausen-Arbeitsstelle dann aus:



Herzliche Grüße
Maria
PS: Der Spiegel mag auch Tomatensauce vom Banausen-Ehemann ;-) 

Montag, 7. September 2009

Importe aus Moskau



Und nun ist Schluss mit Moskau und der Alltag hat mich wieder zurück.

Zu "Besuch" bei den Schwiegereltern


Und die haben es garnicht bemerkt. Genau wie ich. Sagte doch der Pilot, dass wir bei Torun die Weichsel überqueren würden. Über Polen waren denn dann auch mal keine Wolken unterwegs, so dass ich auch die Weichsel gesehen habe. Und da ich auch schon in Torun war, habe ich eben mal fotografiert. Zu hause war ich dann neugierig an welcher Stelle wir denn wohl da waren und habe die Weichselschleife auf Google-Earth gesucht. Und siehe da, es ist nicht Torun sondern Bydgoszcz, die Heimatstadt von meinem lieben Mann. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich natürlich etwas genauer fotografiert. Auf zwei Bildern ist nämlich auch das Zentrum von Bydgoszcz, der Flughafen, der Bahnhof und ganz ganz schwach das Viertel zu erkennen, in dem Adam aufgewachsen ist. Leider spiegelt sich dort mein Arm.
Also herzliche Grüße nach Bydgoszcz von
Maria


PS: An dieser Stelle auch ganz lieben Dank an meinen Mann, dass in der Zeit alles so gut geklappt hat zu hause.

Sonntag, 6. September 2009

Abschied von Moskau

Freitag,   4. September 2009

Mittags startet schon wieder unser Flugzeug in Richtung Heimat. Da bleibt nur Zeit zum Frühstücken, natürlich mit einem Löffelchen Kaviar, flott noch in den kleinen Supermarkt gegenüber um noch ein paar Süßigkeiten zu kaufen und ab zum Flughafen.

Hier noch ein paar Eindrücke vom "Wegesrand":


Abends in Moskau

Donnerstag,   3. September 2009

Hier haben wir die georgische Küche genossen:


Moskau, und dann...

...wollte ich nochmal unbedingt auf den Roten Platz um meine Füße zu fotografieren, auch wenn der Mittwoch schon vorbei war.
Die Zeit war schon ziemlich knapp und so haben wir uns beeilt, flott die Souvenirstände nach Schätzen für meine Lieben abgesucht, zum Roten Platz geeilt... und siehe da: Abgesperrt! Wegen Aufbauarbeiten für Festivitäten am Samstag. Schade.
So sind dann eben diese Fotos entstanden. Anschließend schnell zum vereinbarten Treffpunkt, eine Ewigkeit durch den Stau gequält, um dann noch ein wenig fleißig zu sein.

Moskau, Shopping am...

Donnerstag,   3. September 2009




Hier dieses wunderschöne Kleidchen muss ich noch unbedingt zeigen. Es fiel mir direkt im Schaufenster auf einer Kleiderstange in die Augen. Oohh, das könnte Johanna gefallen. Und wo wir sowieso schon in diese extra teure Boutique hinein wollten... Also direkt mal hin und geschaut. Und was erblicken meine Äugelchen?
Ein Preisschild mit dieser wundervollen Zahl: 353.900 Rubelchen!! 50% Schlussverkaufsrabatt gehen ja dann noch runter, dann sind´s ja nur noch knapp € 3.900!! Hab´noch gefragt, ob ich die Summe leihen könnte..., dann haben wir gelacht und überlegt wieviel Wochen Familie Spröözeblech dann nichts zu Essen haben würde.
Man, kam ich mir arm in Moskau vor, stets unpassend gekleidet und in alle Richtungen zu groß.
Johanna findet das Kleidchen übrigens wirklich ganz toll und hat sich beschwert, dass ich es nicht gekauft habe. HaHaHa!!
Dann möchte ich Euch diese interressante Schlussverkaufslocation im Hinterhof von einem Museum nicht vorenthalten.

Shoe-Shopping in Moskau


Kollektionswechsel in Moskau, überall reduzierte Mode! Also nichts wie los.
Wie wär´s denn mal mit ein paar einfachen Flip-Flops? Früher für 31.000 Rubel, jetzt nur 80%! Immer noch rund € 140. Oder vielleicht der Schlangenlederschuh? Nur noch schlappe € 370. Hhmm. Na ja, sind ja auch von Louboutin (sorry, kannte ich bisher garnicht, Banause ich) und da kann man sicherlich nicht meckern. Schade aber auch, ich kann leider nicht drauf laufen, im Gegensatz zu meiner Begleiterin, wieder nix gespart.Vier Paar Schuhe fanden den Weg in die Koffer, davon ein Paar in meinen und ich kann auch prima drin laufen und allzu teuer waren sie auch nicht. Freue mich aber trotzdem riesig drüber und nochmals ....  ne!
PS an Anna: Ja ich beneide auch die Frauen, die solch tolle Schuhe leisten können und dann auch noch drauf laufen können. Ich kann weder das eine noch das andere, daher gehören mir die flachen Schuhe von rechts oben. Die sind jedenfalls Herbst- und Alltagstauglich.
Liebe Grüße Maria

Abends in Moskau

Mittwoch,   2. September 2009...



... Lecker Essen, auf der Moskva, auf einem Schiff mit Restaurant gegenüber vom Gorki-Park.

Moskau, Straßenansichten am...

Mittwoch,   2. September 2009

Gutes Frühstück, anschließend wurden wir abgeholt und haben den ganzen Tag fleißig gearbeitet.
Ja, wirklich gearbeitet, es war also keine Vergnügungsfahrt nach Moskau. Allein wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen nach Moskau zu fliegen. Ach allein schon fliegen, wieviele Jahre habe ich mich davor gedrückt. habe mir aber Johanna als Vorbild genommen und mutig eingewilligt mit zu fliegen. É voilà! 
Nach Feierabend wurde ich per Chauffeur wieder, durch die vielen Staus hindurch, zurück zum Hotel gebracht und hatte noch ein Stündchen bis zum Treffen für´s Abendessen zur freien Verfügung. Also mal sehen, wie es so rund ums Hotel aussieht.


Moskau, Straßenansichten am...

Dienstag,   1. September 2009




Hier die Aussicht aus Hotelzimmer Nr.1, hier war es ganz schön laut. Auto an Auto, Hupen, Krankenwagen, Polizei. Frischluft?
Beschwerde (nicht von mir) nach der Rückkehr gegen Mitternacht, wieso ich nicht das reservierte Zimmer bekommen hätte? O.k. Umzug um Mitternacht, als wir kurze Zeit später mit dem Aufzug vor dem Zimmer ankommen, stehen schon 3 Personen zwecks Hilfe vor der Tür. War mir das peinlich. So einen Wirbel mag ich überhaupt nicht.


Aussicht am nächsten Morgen aus Hotelzimmer Nr.2 . Auch nicht wirklich schön, dafür hört man die Autos nur aus der Ferne, gemischt mit dem monotonen Rauschen der Klimageräte in Begleitung der verschiedensten Küchendüfte. Aahh..